Mieterjubiläum 2025 – Kreisbau ehrt langjährige Mieterinnen und Mieter
Die Gäste, die sich zum geselligen Austausch im Gasthaus Schwanen in Nehren versammelten, leben seit über 30 Jahren in Wohnungen der Kreisbaugesellschaft Tübingen, manche sogar seit 40 oder 50 Jahren. Dies war auch der Anlass: Das kommunale Wohnungsunternehmen lud langjährige Mieterinnen und Mieter zu einem gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre ein. In diesem Rahmen wurden die Bewohnerinnen und Bewohner für ihre jahrzehntelange Treue geehrt – ein Zeichen der Wertschätzung und ein schöner Anlass, um Erinnerungen auszutauschen.
Rückblick auf die Zeit des Einzugs: Wie war es noch in den 70er, 80er und 90er-Jahren?
Zum Auftakt gab Kreisbau-Geschäftsführer Werner Walz einen Rückblick auf die Zeit, als die anwesenden Mieterinnen und Mieter in ihre Wohnungen bei der Kreisbau einzogen. Die Welt sah damals anders aus: Die internationale Politik war vom Kalten Krieg geprägt, bis der Fall der Berliner Mauer den Ost-West-Konflikt beendete und den Weg zur Deutschen Einheit ebnete. Walz erinnerte an das Jahre 1974, als Helmut Schmidt Bundeskanzler und die deutsche Fußball-Elf Weltmeister wurde mit Beckenbauer als Kapitän. 1990, im Jahr der Wiedervereinigung hieß der Kanzler Helmut Kohl und Deutschland gewann wieder die WM, dann mit Beckenbauer als Team-Chef. Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen, neue technologische Möglichkeiten und Kommunikationsinstrumente wie das Handy schufen neue Freiheiten. Auch in Tübingen veränderte sich einiges – neue Wohngebiete entstanden und die Kreisbaugesellschaft trug mit zahlreichen Bauprojekten selbst zur Stadtentwicklung bei.
„Unsere Mieterinnen und Mieter sind das Herzstück unserer Arbeit“, betonte Geschäftsführer Walz in seiner Ansprache. „Sie machen aus unseren Wohnungen ein Zuhause, prägen das Zusammenleben und schaffen eine lebendige Nachbarschaft. Sonst wären unsere Wohnungen leere und funktionslose Räume. Sie geben diesen Räumen Leben. Miteinander teilen Sie Freude und manchmal auch Leid.“
Besondere Ehrung der langjährigsten Bewohner
Jeder Gast erhielt von der Kreisbaugesellschaft ein Geschenk mit regionalen Leckereien als Dankeschön für viele Jahre Miettreue. Die vier langjährigsten Mieterinnen und Mieter, Emilie Kerski, Rita Schmidt sowie Anita und Lothar Grundmann, die seit mehreren Jahrzehnten in einer Wohnung der Tübinger Kreisbau leben, wurden von Werner Walz und Mike Hilpert, dem Teamleiter der Mietbetreuung, auf besondere Weise geehrt und den Anwesenden mit einer kleinen Rede vorgestellt.
Ein weiteres Highlight des Programms war die Multivisionsshow „Expedition in die prachtvolle Tierwelt und zu geheimnisvollen Orten unserer Heimat“ des aus Funk und Fernsehen bekannten Naturfotografen Armin Dieter. Er nahm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine Reise an den Hirschkopf bei Mössingen, wo es mit dem Bergrutsch 1983 zu einem naturräumlichen Jahrhundertereignis kam. Die Aufnahmen von majestätischen Rothirschen, seltenen Insektenarten und Orchideen boten einzigartige Impressionen der regionalen Tier- und Pflanzenwelt.
Anschließend nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kreisbaugesellschaft. Aus Sicht der Kreisbau resümierte Walz abschließend: „Dieses Jubilars-Treffen war für uns ein Novum, hat sich aber für alle Beteiligten absolut gelohnt. Wir sind stolz darauf, dass wir viele unsere Mieterinnen und Mieter schon so lange begleiten dürfen – oft auch mit persönlichen Bindungen. Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre.“
„Wir bauen weiter!“
Im Rahmen eines Pressegesprächs gaben Matthias Sacher, Vorsitzender unserer Geschäftsführung, und Greta Hess, verantwortlich für Nachhaltigkeit und Kommunikation, Einblicke in aktuelle Projekte und die strategische Ausrichtung der Kreisbau. Mit dabei: Vertreter des Reutlinger Generalanzeigers und des Schwäbischen Tagblatts.
Die Stimmung? Klar und zukunftsorientiert. Trotz Fachkräftemangel, gestiegener Baukosten und politischen Unsicherheiten bleibt das Ziel der Kreisbaugesellschaft unverändert: Dringend benötigten Wohnraum schaffen – nachhaltig und zukunftsorientiert.
Aktuell entstehen in Tübingen 23 neue Wohnungen, in Pliezhausen kommen 18 hinzu, und in Ofterdingen wird ein Bestandsneubau mit 27 öffentlich geförderten Wohnungen umgesetzt.
„Die Rahmenbedingungen sind schwer, aber wir bauen weiter und passen uns an“, betont Matthias Sacher. Dabei liegt uns nicht nur der Neubau am Herzen, sondern vor allem die Dekarbonisierung unseres Gebäudebestands. So konnten wir den Energieverbrauch bereits um 35 % im Vergleich zu 1990 senken – ein großer Schritt Richtung Klimaneutralität bis 2040.
Vielen Dank an die Vertreter des Reutlinger Generalanzeigers und des Tagblatts für den interessanten Austausch.